Ich hab das Buch noch nicht fertig gelesen und bin eigentlich noch nicht mal auf Seite 100 angelangt, doch ist es so stark, dass ich es weiterempfehlen muss! Mark Moore, welcher der Bruder von Dominic (Minnesota Wild) und Steve (ehemals Colorado Avalanche) ist, hat als ehemaliger Spieler (gedraftet von Pittsburgh) nach seinem Karriereende ein Buch geschrieben. Mark musste seine Laufbahn 2003 mit 26 Jahren nach einer schweren Gehirnerschütterung beenden. Sein Harvard-SAT, bei welchem er 1590 von 1600 möglichen Punkten erreichte, brachte ihm den Spitznamen "the smartest hockey player ever" ein.
Mark wurde nach dem Rücktritt immer mehr bewusst, dass im Spiel irgendwas falsch läuft und so begann er, seine Gedanken niederzuschreiben. Er schlüpfte in die Rolle eines Fans und verfolgte Spiele auf der Tribüne. Den Lockout nutzte er dann, um aus seinen vielen angesammelten Notizen ein strukturiertes Buch zu erstellen, welches sich mit der Frage beschäftigt, was alles getan werden muss, um das Spiel wieder zu dem Erlebnis zu machen, welches es in den 80er Jahren war. Durch seine Erfahrungen als Spieler und danach als Fan hat er eine enorm gute Erfahrung und lässt den Leser daran teilhaben.
Das Buch ist kein Werk, in welchem er versucht irgendwas für seinen Bruder oder sich selbst rauszuschlagen. Natürlich wird Steve erwähnt, doch im gleichen Zug werden auch Vorfälle wie jene von McSorley diskutiert.
Von dem, was ich bisher gelesen habe, gebe ich dem Buch wohl die volle Punktzahl, egal auf welcher Skala. Moore hat enorm gut nachgeforscht und es ist schon beinahe erschreckend, wie viele Quellen er konsultiert hat und mit welchen Leuten er über welche Dinge Gespräche geführt hat, um sein Buch auf einen sehr guten Level zu bringen. Ich würde sagen, dass dies rein vom Niveau her das bisher beste Hockey-Buch ist, welches ich je gelesen habe. Positiv ist auch, dass er versucht, gewisse Entscheide mit verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
Wer das Buch allerdings ebenfalls lesen will, sollte zumindest schon Erfahrung mit englischer Literatur gesammelt haben, da es recht ansprechendes Englisch ist.
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